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ATRON maßgeblich am E-Ticketing-Projekt des HVV beteiligt

Markt Schwaben, 12.12.2011 – Das Bus- und Bahnfahren im Raum Hamburg soll künftig günstiger werden. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) hat dazu jetzt in dem regional begrenzten Gebiet des Bezirks Hamburg-Harburg und des Landkreises Harburg ein Pilotprojekt gestartet, das den Fahrkartenverkauf und den Kundenservice der Zukunft repräsentiert. „Vorteil25" heißt der neue Tarif, der an eine elektronische Kundenkarte, die sogenannte E-Card, gekoppelt ist. Für den Start des E-Ticketings im HVV waren umfangreiche Vorarbeiten notwendig, an denen die ATRON electronic GmbH maßgeblich beteiligt war.

So mussten die Systeme der Kundenverwaltung von Hamburger Hochbahn AG, DB Vertrieb und S-Bahn Hamburg GmbH technisch erweitert und vernetzt sowie 60 Fahrkartenautomaten und mehr als 300 Bordrechner von Hochbahn, KVG und Buchholz- Bus umgerüstet werden. Des Weiteren wurden zehn HVV-Servicestellen mit der notwendigen Technik ausgestattet.

Bei der KVG Stade und bei Buchholz-Bus rüstete ATRON zunächst 170 der über 300 Bordrechner und die Verkehrsbetriebs-Management-Software ATRIES für den E-Ticketing-Einsatz auf. Dazu wurden die vorhandenen Bordrechner mit der neuesten ATRON-Technologie ausgestattet, um den Datenaustausch in Echtzeit über GSM mit ATRIES und dem nachgelagerten Servicebus des HVV zu gewährleisten.

Die Prüfung, ob der Fahrgast bereits ein gültiges Ticket besitzt sowie das Beschreiben der E-Card mit einen neu gelösten Ticket erfolgt bei den bereits umgerüsteten ATRON Fahrzeugrechnern über angeschlossene E-Card-Terminals. Für die bislang noch nicht umgerüsteten Bordrechner erübrigt sich ein separates Terminal, da diese nun sukzessive durch ATRON AFR4-Bordrechner der neuesten Generation ersetzt werden. Im AFR4 ist die Chipkarten-Lese- und Schreibeinrichtung bereits integriert und reduziert damit auch den Hardwareaufwand für die Umstellung.

 
Dank der von ATRON auf Basis des Multiberechtigungskonzeptes entwickelten Firmware-Erweiterung wurde der Ticket-Kauf mit der HVV E-Card deutlich beschleunigt.
Foto: HVV

Nachdem das E-Ticketing-Projekt des HVV auf der VDV-Kernapplikation basiert, kommt hier auch erstmalig die Erweiterung der Firmware auf den E-Cards zum Einsatz, die von ATRON auf Basis des neuen Multiberechtigungskonzepts für die VDV-KA entwickelt wurde und das Lesen/Schreiben der Karten in deutlich kürzerer Zeit ermöglicht.

Ein entscheidendes Argument für die Akzeptanz des neuen E-Ticketing Projekts bei den Fahrgästen dürfte der attraktive Tarif „Vorteil25" sein, der mit der E-Card verbunden ist. Diese Karte ermöglicht seit 1. Dezember 2011 im Pilotgebiet den bargeldlosen Kauf von Einzel- und Tageskarten für das gesamte HVV-Gebiet zu einem deutlich rabattierten Preis. Gegen Zahlung eines monatlichen Grundbetrags von 10 Euro erhalten die Inhaber der neuen Kundenkarte auf jede ihrer gekauften Fahrkarten 25 Prozent Preisnachlass.

Steffen Bork, Projektleiter Elektronisches Ticketing beim HVV, erklärt hierzu: "Das neue Tarifangebot „Vorteil25" richtet sich an Kunden, die zwar öfter den HVV nutzen, für die sich aber eine Monatskarte oder ein Abonnement noch nicht lohnt. Meist fährt man schon bei zwei Nutzungstagen pro Woche mit dem neuen Angebot günstiger als mit Einzel- oder Tageskarten zum Normaltarif.“

Andreas Rieckhof, Staatsrat der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: „Wir freuen uns, dass wir mit diesem innovativen Projekt im Hamburger Verkehrsverbund starten können. Wegen des zukunftsweisenden Charakters des E-Ticketings für den ÖPNV-Fahrkartenverkauf haben sowohl Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und die Metropolregion als auch der Bund das Vorhaben finanziell gefördert. Mit der neuen Karte und dem neuen Tarifangebot wird die Nutzung von Bus und Bahn im Hamburger Raum wieder ein Stück attraktiver.“

Die Anwendung der elektronischen Karte im Einzelkartenbereich ist nur ein Anfang. Lutz Aigner, Geschäftsführer des HVV: „Mittelfristig werden unsere Kundinnen und Kunden alle Tarifangebote mit dieser Karte nutzen und von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter mit ein und derselben HVV-Karte mobil sein können.“ Außerdem ist in späteren Ausbaustufen die Karte auch in anderen Verkehrsverbünden nutzbar, da die Software auf einem bundesweiten Standard des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) beruht.